BUND Gundelfingen-Breisgau

Unsere Geländepflegegruppe

Artenschutz durch aktive Gestaltung

Unsere Gruppe "BUND-Geländepflege-Einsätze" ist in den letzten Monaten enorm gewachsen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Viele Menschen haben das Bedürfnis eine Kulturlandschaft wieder herzustellen, die uns oft verlorengegangen ist. Hierzu gehört das Mähen mit Sensen in Magerwiesen und Streuobstwiesen, aber auch gröbere Arbeiten wie das Anlegen von Unkentümpeln.

Unter der Stromtrasse haben wir auf Jahre hinaus Arbeit in Absprache mit dem LEV. Dort gilt es Bäume zu entfernen, aber auch Neophyten zurückzudrängen. Eine eigene Landschaft für viele Arten entsteht.

Als Dank wird die Artenliste jedes Jahr länger und wir sind gespannt, was sich noch alles einfinden wird.

Wenn dein Interesse geweckt ist, schreib uns einfach an, bund-gundelfingen-breisgau@posteo.de und wir nehmen dich gerne in die Signal-Gruppe auf. Voraussetzung ist "leider" ein Smartphone für kurzfristige Absprachen.

 

Natur verbauen?

Gundelfingen wählt einen neuen Gemeinderat

Gundelfingen könnte ein weiteres, wichtiges Stück Natur verlorengehen. Die Fraktionen von CDU, Freien Wählern (FW) und SPD hatten bereits im Gemeinderat klar gemacht, dass sie ein neues Gewerbegebiet im Grüngürtel Gundelfingens ausweisen wollen, der für die Frischluftbildung, als Überflutungsfläche bei Starkregen und den Artenschutz sehr bedeutend ist. Keine:r der von uns vor den Gemeinderatswahlen einzeln angesprochenen Kandidierenden der drei Parteien hat dieses Vorhaben in Frage gestellt oder abgelehnt. Auch andere Fragen, wie zum Nachpflanzen abgestorbener Bäume im Ort oder dem Bau einer neuen Umgehungsstraße, wurden von den Kandidierenden der drei Parteien nicht beantwortet.

 

Der BUND hatte vor den Kommunalwahlen am 9. Juni zehn Fragen zum Umwelt- und Naturschutz an alle vier Parteien geschickt und um eine persönliche Stellungnahme der von CDU, FW, Grüne und SPD aufgestellten Personen gebeten. Ziel war es, die individuellen Positionen in der Umweltpolitik transparenter zu machen, weil es bei Kommunalwahlen nicht so sehr auf die Partei, sondern viel mehr auf die persönliche Einstellung ankommt. Das haben wir leider nur zum Teil erreicht. So haben wir von der CDU überhaupt keine Rückmeldung bekommen.

 

Für die Freien Wähler hat deren Vorsitzender Michael Hornbruch kurz gesamthaft geantwortet, für die SPD haben in Anlehnung an die Freien Wähler Christof Paul und Sabine Sané eine gemeinsame Antwort formuliert. Freie Wähler und SPD haben uns auf ihre Homepage verwiesen, deren Inhalte zum Naturschutz uns bekannt waren und zur Beantwortung unserer Fragen nicht genügen. Von den Grünen haben elf Kandidatinnen und Kandidaten Stellung bezogen und sich klar gegen ein neues Gewerbegebiet ausgesprochen. Die einhellige Meinung ist hier, dass stattdessen das bestehende Gewerbegebiet für eine bessere Ausnutzung der bebaubaren Fläche überplant werden sollte.

 

Damit sich alle Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild von den einzelnen Positionen der Parteien zu unseren 10 Fragen machen können, veröffentlichen wir alle Antworten im Wortlaut hier:

 

BUND fragt - Gemeinderatskandidaten antworten

Die Antworten auf die 10 Fragen des BUND

Wem liegt der Schutz von Umwelt und Natur am Herzen?

Wortlaut nach Eingangsdatum


SPD


21.5. – Christof Paul, Sabine Sané


Betreff: Aw: Stellungnahme zu den Fragen des BUND


Klima und Artenschutz hat einen hohen Stellenwert bei der SPD Fraktion in Gundelfingen. Genaueres kann auch unserem diesjährigen Wahlprogramm entnommen werden. Wir schätzen die Expertise des BUND dabei .Die Fragen des BUND sind wichtig und durchaus gute und berechtigte Fragen, denen sich die Räte in den nächsten Jahren stellen werden. Die expliziten Fragestellungen des BUND müssen zukünftig behandelt werden. Aber gerade da die Fragen wichtig für die Weiterentwicklung Gundelfingens sind, ist es weder angebracht noch möglich eine präzise schriftliche Stellungnahme dazu zu geben. Da der zeitliche Rahmen um dieFragen zu beantworten zu kurz gewählt wurde (Feiertage, Ferienzeit) und die Fragen genauer Recherche bedürfen. Es wäre
unseriös in der Kürze auf wichtige Fragen ein Wahlversprechen zu geben. Wir nehmen die Fragen ernst und insgesamt können wir sagen, dass es außer Frage steht, dass Klima- und Artenschutz eine hohe Priorität hat und weiterhin haben wird. Es ist uns allen klar, dass unter dem Klimawandel und Rückgang des Artenreichtums die Gemeinde langfristig auch finanziell leiden wird, wenn sie nicht genug investiert. Aber natürlich ist es auch wichtig gute Investitionen für soziale Projekte zu leisten. So viel können wir versprechen, die zukünftige SPD Fraktion wird dabei vom BUND gestellten Fragen ernst nehmen und nach bestem Wissen und Gewissen für die Gemeinde ihre Entscheidungen treffen.


Sabine Sané     Christof Paul



Grüne


20.5. – Till Westermayer

AW: Anfrage BUND Natur- und Artenschutz


Finanzen


1. Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass es künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder gibt?


Natur- und Artenschutz ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde. Entsprechend müssen Pflegemaßnahmen bei der Aufstellung des Haushalts berücksichtigt werden.


Versiegelung von Natur

2. Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?

Nein, ich halte ein neues Gewerbegebiet nicht für sinnvoll. Stattdessen setze ich mich für die Überplanung des bestehenden Gewerbegebiets ein.
 

Verkehr

3. Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?
Soll er über das vorhandene Verkehrsnetz fließen?
Sind Sie für den Bau einer Umgehungsstraße – die sogenannte Nordspange - und nehmen damit den Verlust fruchtbarsten Bodens unserer Bauern in Kauf?


Wichtig ist für uns zunächst einmal, das neue Wohngebiet so zu organisieren, dass möglichst wenig Automobilverkehr entsteht. Dazu gehören eine gute ÖPNV- und Fahrrad-Anbindung, der Ausbau des Carsharing-Angebots sowie Infrastruktur im Gebiet Nägelesee. Denkbar wäre ein Shuttle-Bus zur Endhaltestelle der Straßenbahn. (Noch viel besser wäre eine Straßenbahn, aber dass diese in absehbarer Zeit geplant wird, halte ich nach dem Ergebnis des Bürgerentscheids nicht für realistisch …)
Eine Umgehungsstraße kommt für mich nicht in Frage.


Wirtschaft


4. Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?


Ich sehe es als Aufgabe einerseits der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, andererseits von Bürgermeister und Gemeinderat an, auch mit der örtlichen Wirtschaft immer wieder den Dialog zu Klima- und Naturschutz zu suchen. Von PV auf Firmendächern und Parkplätzen, begrünten Gebäuden, einem guten Verkehrskonzept bis hin zu energieeffizienter Produktion gibt es hier viele Schaltstellen, an denen die örtliche Wirtschaft dazu beitragen kann, Klima- und Naturschutz voranzutreiben.


5. Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?

Die regionalen Bauern und Bäuerinnen müssen gestärkt und wertgeschätzt, die Vermarktung ihrer Produkte unterstützt werden. Eine klare politische Haltung der Gemeinde, die die Arbeit der Landwirt:innen wertschätzt, aber auch auf deren erhebliche Rolle beim Natur- und Artenschutz hinweist und auf entsprechende Bewirtschaftungsweisen hinwirkt, halte ich für wichtig.


6. Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?


Letztlich muss bei jeder neuen Flächeninanspruchnahme abgewogen werden, ob diese sinnvoll und erforderlich ist. Wo Ausgleichsflächen ausgewiesen werden, muss sichergestellt sein, dass dies nicht missbräuchlich geschieht.


Bürgerschaftliches Engagement


7. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?


Infoveranstaltungen, Ausbau politischer Bildung/BNE, Formate der dialogischen Bürgerbeteiligung mit Expert:innen-Input bei strittigen/weitreichenden Themen der Ortsentwicklung sind einige Ideen, um Bürger:innen hier zu sensibilisieren. Der BUND spielt hier bislang eine wichtige Rolle und wird dies hoffentlich auch in Zukunft tun!


Innerörtliche Gestaltung


Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.


8.a Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?


Ja!


8.b Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?


Denkbar wären hier Baumpatenschaften, die durch die Gemeinde gefördert und publik gemacht werden. Auch eine Baumschutzsatzung nach Freiburg Vorbild fehlt mir. Bei Neupflanzungen sollten Bäume gewählt werden, die mit den sich veränderten Klimabedingungen zurechtkommen und trotzdem ökologisch wertvoll sind.


9. Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?


Ja!


10. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?


Ja, eine Einbeziehung des BUND und anderer Expert:innen ist wichtig und sollte regelmäßig erfolgen.
 
 



 
Grüne


20.5. – Gudrun Wöbbeking


Re: Kommunalwahlen - Fragen an die Kandidaten


Liebe BUND-Ortsgruppe,
vielen Dank für Euer Engagement in dieser Sache. Ich finde es sehr wichtig, solche Fragenkataloge an die Kandidat:innen der Kommunalwahl zu richten und bedanke mich für Eure Arbeit. Nur so ist eine Transparenz möglich.
Meine Antworten hierzu in der Anlage.


Mit freundlichen Grüßen
Gudrun Wöbbeking

Kandidatin der Grünen


Finanzen


1. Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass es künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder gibt?


Wir wollen dafür sorgen, dass trotz der prekären Haushaltslage bei der Aufstellung des Haushaltsplanes entsprechende Mittel für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz bereitgestellt werden. Allerdings geht das nur in Zusammenarbeit mit allen Bürger:innen. Ohne Natur- und Artenschutz ist ein Überleben unseres Planeten nicht möglich. Dies muss der Bevölkerung vermittelt werden. Für diese Aufgabe ist der BUND ein wichtiger Partner der Gemeinde.


Versiegelung von Natur


2. Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?


Nein, wir stehen für die Überplanung des bestehenden Gewerbegebiets und lehnen die Ausweisung eines weiteren Gewerbegebiets ab. Der noch vorhandene Grünzug darf nicht angetastet werden.

3. Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?
Soll er über das vorhandene Verkehrsnetz fließen?
Sind Sie für den Bau einer Umgehungsstraße – die sogenannte Nordspange - und nehmen damit den Verlust fruchtbarsten Bodens unserer Bauern in Kauf?


Leider ist die Straßenbahn, die wir als Entlastung des Verkehrs gedacht hatten, abgelehnt worden. Das neue Wohngebiet soll ökologisch gestaltet werden, möglichst mit wenig Autoverkehr. Daher ist es immens wichtig, dass es eine gute ÖPNV-Anbindung des Neubaugebietes gibt. Das Car-Sharing-Angebot muss ausgeweitet werden.
Eine Umgehungsstraße kommt für uns nicht in Frage.
 
 
Wirtschaft


4. Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?


Wir sehen es als Aufgabe einerseits der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, andererseits von Bürgermeister und Gemeinderat an, auch mit der örtlichen Wirtschaft immer wieder den Dialog zu Klima- und Naturschutz zu suchen. Von PV auf Firmendächern und Parkplätzen, begrünten Gebäuden, einem guten Verkehrskonzept bis hin zu energieeffizienter Produktion gibt es hier viele Schaltstellen, an denen die örtliche Wirtschaft dazu beitragen kann, Klima- und Naturschutz voranzutreiben.


5. Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?


Die regionalen Bauern müssen gestärkt und wertgeschätzt, die Vermarktung ihrer Produkte unterstützt werden. Vor allem im Wildtal sollte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde versucht werden, die Bauern zu vernetzen und einen gemeinsamen Bauernladen zu schaffen. Einen Gemüsestand von Bianca Schwehr am Samstag hat Wildtal bereits, dieses Angebot müsste unter Einbeziehung der örtlichen Bauern ausgeweitet werden.


6. Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?


Ein ökologischer Ausgleich für Baumaßnahmen ist notwendig. Dafür verwendete Flächen müssen in ihrem ökologisch wertvollen Status erhalten und entsprechend gepflegt werden. Letztlich muss bei jeder neuen Flächeninanspruchnahme abgewogen werden, ob sie sinnvoll und erforderlich ist.


Bürgerschaftliches Engagement


7. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?


Infoveranstaltungen, Ausbau politischer Bildung/BNE, Formate der dialogischen Bürgerbeteiligung mit Expert:innen-Input bei strittigen/weitreichenden Themen der Ortsentwicklung sind einige unserer Ideen, um Bürger:innen hier zu sensibilisieren. Der BUND spielt hier bislang eine wichtige Rolle und wird dies auch in Zukunft tun.


Innerörtliche Gestaltung


Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.


8.a Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?


Ja!


8.b Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?


Denkbar wären hier Baumpatenschaften, die durch die Gemeinde gefördert und publik gemacht werden. Wir werden uns weiterhin, wie auch in der Vergangenheit, für eine Baumschutzsatzung nach Freiburger Vorbild einsetzen. Bei Neupflanzungen sollten Bäume gewählt werden, die mit den sich veränderten Klimabedingungen zurechtkommen und trotzdem ökologisch wertvoll sind.


9. Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?


Ja, für die zügige Umsetzung dieses Konzept wollen wir uns einsetzen.


10. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?


Ja, das wollen wir versuchen zu ändern, wir hatten ja auch in der Vergangenheit öfters Herrn Grabs als Experten zu unseren Fraktionssitzungen eingeladen. Ich finde die Einbeziehung des BUND und anderer Expert:innen sehr wichtig und dies sollte regelmäßig erfolgen.
 



 
Grüne


20.5. – Mike Höfer


Betr.: Fragen an Gemeinderatskandidaten
 
Liebe BUND-Ortsgruppe Gundelfingen, gerne Antworte ich Ihnen auf Ihre Fragen:


Finanzen


1. Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass es künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder gibt?

Natur- und Artenschutz ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde, der ich mich als Bürger und im Falle einer Wahl auch als Gemeinderatsmitglied verpflichtet fühle. Entsprechend müssen Pflegemaßnahmen bei der Aufstellung des Haushalts berücksichtigt werden. Angesichts der prekären Haushaltslage wird hier eine Setzung von Prioritäten notwendig sein. Arten- und Naturschutz geschieht aber nicht nur mit Haushaltsbudgets, sondern erfordert Aktionen und einen Wandel in den Köpfen - hierzu muss eine Gemeinde wie Gundelfingen aktiv(er) werden und es braucht öffentlichkeitswirksame Aktionstage.


Versiegelung von Natur


2. Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?

Nein, wir stehen für die Überplanung des bestehenden Gewerbegebiets und lehnen die Ausweisung eines weiteren Gewerbegebiets ab. Der noch vorhandene Grünzug darf nicht angetastet werden.


Verkehr


3. Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?

Wichtig ist für uns zunächst einmal, das neue Wohngebiet so zu organisieren, dass möglichst wenig Automobilverkehr entsteht. Dazu gehören eine gute ÖPNV- und Fahrradanbindung, der Ausbau des Carsharing-Angebots sowie Infrastruktur im Gebiet Nägelesee. Langfristig ist ein Anschluss an das Straßenbahnnetz notwendig. Eine Umgehungsstraße kommt für mich nicht in Frage. Das Autochaos in der Gundelfinger Ortsmitte ist schon heute kaum mehr hinzunehmen und ist eine Belastung für Umwelt und Menschen. Die oberirdischen Parkplätze auf dem Sonnenplatz sollten durch Grünflächen/Bäume ersetzt werden und die bereits durch die Gemeinde gemieteten Tiefgaragen besser genutzt werden. Ein ÖPNV-Angebot, das den innergemeindlichen Individualverkehr reduziert, wäre erstrebenswert, ein Shuttlebus denkbar.


Wirtschaft


4. Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?

Wir sehen es als Aufgabe sowohl der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde als auch des Bürgermeisters und des Gemeinderats an, auch mit der örtlichen Wirtschaft immer wieder den Dialog zu Klima- und Naturschutz zu suchen. Von PV-Anlagen auf Firmendächern, Privathäusern und Parkplätzen, über begrünte Gebäude und ein gutes Verkehrskonzept bis hin zu energieeffizienter Produktion gibt es hier viele Ansatzpunkte, an denen die örtliche Wirtschaft dazu beitragen kann, Klima- und Naturschutz voranzutreiben.

5. Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?

Die regionalen Bauern müssen gestärkt und wertgeschätzt werden, die Vermarktung ihrer Produkte unterstützt werden. Eine Vernetzung der einzelnen Betriebe könnte sich positiv auswirken, aber auch eine Art Bauernladen oder durchgängig für die Öffentlichkeit zugängliche Verkaufsstände könnten eine Idee sein, die mit den örtlichen Bauern gemeinsam etabliert werden könnte. Der Stellenwert der örtlichen Bauern für unsere Gemeinde muss allgegenwärtig sein und gestärkt werden. Eichstetten ist dafür ein Paradebeispiel. Wichtig ist aber auch, dass nicht einfach Pflichten der Gesellschaft auf die Bauern abgeladen werden, sondern vielmehr die Gemeinde als Ganzes involviert wird und sich ihrer Verantwortung für die Umwelt und den ganzheitlichen Konsum bewusst wird.

6. Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?

Ein ökologischer Ausgleich für Baumaßnahmen ist notwendig. Dafür verwendete Flächen müssen in ihrem ökologisch wertvollen Status erhalten und entsprechend gepflegt werden. Letztlich muss bei jeder neuen Flächeninanspruchnahme abgewogen werden, ob sie sinnvoll und erforderlich ist.


Bürgerschaftliches Engagement


7. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?

Informationsveranstaltungen, Ausbau politischer Bildung/BNE, Formate der dialogischen Bürgerbeteiligung mit Expert:innen-Input bei strittigen/weitreichenden Themen der Ortsentwicklung sind einige unserer Ideen, um Bürger:innen hier zu sensibilisieren. Der BUND spielt hier bislang eine wichtige Rolle und wird dies auch in Zukunft tun.


Innerörtliche Gestaltung


Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.

8.a Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?

Ja!

8.b Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?

Denkbar wären hier Baumpatenschaften, die durch die Gemeinde gefördert und publik gemacht werden. Auch eine Baumschutzsatzung nach dem Freiburger Vorbild fehlt weiterhin. Bei Neupflanzungen sollten Bäume gewählt werden, die mit den sich verändernden Klimabedingungen zurechtkommen und trotzdem ökologisch wertvoll sind. Wo möglich, sollte eine Tröpfchenbewässerung eingerichtet werden, um eine effiziente Nutzung des eingesetzten Wassers sicherzustellen.

9. Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?

Ja, das Konzept erscheint sinnvoll.

10. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?

Ja, eine Einbeziehung und Anhörung des BUND und anderer Expert:innen ist wichtig und sollte regelmäßig vor Entscheidungen erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Mike Höfer

 

 



 
Grüne


20.5. – Christien Bräutigam


Antworten von Dr. Christien Bräutigam (Die Grünen, Listenplatz 5)
 
Lieber BUND,
 
ich bin Christien Bräutigam und kandidiere für die Grünen für den Gemeinderat.      
 
Im Anhang sind meine Antworten auf Ihre Fragen.
 
Freundliche Grüße
Dr. Christien Bräutigam
 
 

Finanzen


1. Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass es künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder gibt?


Da ich bisher noch nicht im Gemeinderat bin, kann ich zur finanziellen Lage der Gemeinde Gundelfingen im Detail nichts sagen. Ich halte aber den Natur- und Artenschutz für eine wichtige Aufgabe der Gemeinde, so dass entsprechende Mittel für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz im Haushalt enthalten sein sollten. Dafür werde ich mich einsetzen. Da viele Flächen aber auch in privater Hand sind, ist es wichtig auch alle Bürger:innen für den Natur- und Artenschutz zu motivieren.
 
Versiegelung von Natur


2. Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?


In unserem Wahlprogramm haben wir uns klar gegen ein neues Gewerbegebiet ausgesprochen. Stattdessen soll das bestehende Gewerbegebiet überplant werden.
 
Verkehr


3. Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?
•                Soll er über das vorhandene Verkehrsnetz fließen?
•                Sind Sie für den Bau einer Umgehungsstraße – die sogenannte Nordspange - und nehmen damit den Verlust fruchtbarsten Bodens unserer Bauern in Kauf?


Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass Nägelesee-Nord durch die Straßenbahn angebunden wird. Dies ist nun leider auf absehbare Zeit keine Option. Das eigene Auto der Anwohner sollte meines Erachtens eine absolut untergeordnete Rolle spielen. Umso wichtiger ist deshalb eine gute Anbindung an ein Fahrradnetz, sowie ÖPNV- und Carsharing-Angebote. Dafür braucht es keine neue Umgehungsstraße, aber ggf. eine Neuordnung des zur Verfügung stehenden Verkehrsraumes.
 
Wirtschaft


4. Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?


Das Potenzial, welches die Wirtschaft hat, um einen erheblichen Beitrag zur Klima- und Artenschutz zu leisten, ist enorm. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Gemeinde und der Wirtschaft und ein Ansprechpartner für die Wirtschaft in der Gemeinde ist deshalb sehr wichtig. Ggf. kann die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde in diesem Zusammenhang eine größere Rolle spielen.
 
5. Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?


Die Bauern spielen eine erhebliche Rolle beim Klima- und Artenschutz. Insbesondere regionale Biobauern sollten stärker wertgeschätzt und ihre Bedeutung für eine ökologische Lebensweise stärker hervorgehoben werden.


6. Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?


Ich kenne die genauen Vorgaben nicht. Grundsätzlich erscheint es mir sinnvoll, dass es einen Ausgleich für notwendige Baumaßnahmen gibt. Welche Flächen dies sind, bedarf sicherlich einer genauen Analyse und Abwägung.
 
Bürgerschaftliches Engagement


7. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?


Wichtig ist Aufklärung auf sachlicher Ebene. Infoveranstaltungen als auch Formate der dialogischen Bürgerbeteiligung, die durch Expert:innen begleitet werden, sind wesentlich um die Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren, sie anzuhören und um ihnen die Bedeutung und Potenzials ihres eigenen Handels zu vergegenwärtigen.
 
Innerörtliche Gestaltung


Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.
8.a Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?


Natürlich.


8.b Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?


Die Bevölkerung könnte ggf. stärker eingebunden werden, indem die Gemeinde Baumpatenschaften fördert. Auch kann ich mir Freiwilligen-Einsätze beim Gießen vorstellen.


9. Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?


Da ich noch nicht im Gemeinderat bin, kenne ich das Konzept nicht. Mir ist sehr bewusst und wichtig, dass vor allem die Gemeinde ein Vorbild in Sachen Klima- und Artenschutz sein sollte. Deshalb befürworte ich prinzipiell entsprechende Maßnahmen.


10. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?


Ich kenne die Abläufe im Gemeinderat bisher nicht. Entscheidungen sollten aber prinzipiell unter Einbeziehung aller Daten und Fakten erfolgen. Insofern kann ich das Hinzuziehen von Expert:innen und Fachverbänden bei allen Themen nur befürworten.


Als mögliche Gemeinderätin freue ich mich auf eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem BUND.
 



 
Grüne


 
20.5. – Sigrun Hörner
 
 
Betr.: Kommunalwahl 2024
 
Sehr geehrte, liebe Mitglieder der BUND-Ortsgruppe,
 
vorab bedanke ich mich sehr herzlich für Ihr Interesse an der Kommunalwahl und Ihr unermüdliches Engagement für Natur-und Artenschutz.
 
Mein Name ist Sigrun Hörner und ich stehe als Gemeinderatskandidatin auf der Liste der Grünen an Position Nr. 13.
 
Sehr gerne nehme ich zu Ihren Fragen Stellung:
 
1.  Mir ist es wichtig, dass Projekte nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern gemäß ihrer Dringlichkeit priorisiert werden. Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz halte ich für unverzichtbar, können aber bei einer angespannten Haushaltslage nur in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt werden. Dafür will ich gerne mit Geduld, Beharrlichkeit und Freude werben.
 
2. Die Ertüchtigung des bestehenden Gewerbegebietes muss ausreichen, damit der Grünzug als Überflutungsfläche und für den Luftaustausch erhalten bleibt.
 
3. Wie kann es gelingen, dass im neuen Wohngebiet so wenig Verkehr wie möglich entsteht? Sicherlich mit guter ÖPNV-und Fahrrad-Anbindung, pfiffigen Carsharing-Angeboten, möglicherweise einem Shuttle-Bus zur Endhaltestelle, keinesfalls durch eine Umgehungsstraße!
 
4. Ein vertrauensvoller, regelmäßiger Austausch zwischen der örtlichen Wirtschaft, dem Bürgermeister und dem Gemeinderat unter Einbeziehung der Klimamanagerin soll dazu beitragen, den Klima- und Naturschutz voranzubringen. PV-Anlagen auf Firmendächern und Parkplätzen, Fassadenbegrünung, Maßnahmen zur Energieeffizienz, aber auch Ansiedlung von Green Tech-Unternehmen sind dabei denkbar.
 
5. Die Wichtigkeit der bäuerlichen Betriebe muss wieder sichtbarer werden. Bessere Vermarktungsmöglichkeiten der regionalen Produkte z.B. in einem Bauernladen will ich gerne unterstützen.
 
6. Ich denke nicht, dass die Ausgleichsmaßnahmen zu hinterfragen sind, sehr wohl aber ist jeder neue Flächenverbrauch sehr sorgfältig abzuwägen.
 
7. Als Mitglied des Bürgertreff-Vorstands erlebe ich, wie vielfältig sich die Bürgerinnen und Bürger in Gundelfingen engagieren und dabei zeitgemäße Ideen aufgreifen. So hat z.B. die foodsharing-Gruppe bei vielen für ein Umdenken in Sachen Lebensmittelverschwendung gesorgt. Ähnliches könnte auch mit einer Gruppe für naturnahes Gärtnern gelingen, gerne mit Beratung durch den BUND.
 
8.a Ja!
 
8.b Eine Baumschutzsatzung wie in Freiburg ist überfällig. Der Fantasie für Aktionen wie Baumpatenschaften, Schattenpunkte etc. sind keine Grenzen gesetzt, natürlich immer unter fachkundiger Beratung.
 
9. Ja, ich kann nichts entdecken, was gegen so ein Konzept spricht.
 
10. Eine Einbeziehung des BUND und anderer Fachverbände erscheint mir sinnvoll.
 
 
Für Ihre Arbeit wünsche ich Ihnen weiterhin alles Gute und verbleibe mit freundlichen Grüßen
 
Sigrun Hörner
 
 
 


 


 
Grüne


 
19.5. – Silke Eisfeld
 
Betr.: 10 Fragen und Antworten
 
 
Antworten von Silke Eisfeld, Listenplatz 1 für die Kreistagswahl
 
Finanzen


1. Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass es künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder gibt?


Zum einen geht es darum Prioritäten zu setzen und dabei hat für mich der Klima- Natur- und Artenschutz sehr hohe Priorität.
Zum anderen muss sich die Gemeinde Gundelfingen dringend um Fördergelder für den Natur- und Artenschutz bemühen. Sehr gut gelingen könnte das mit dem am Donnerstag vom Gemeinderat beschlossenen zukunftsweisenden Waldkonzept mit einem zusätzlich beschlossenen kleinen Waldrefugium. Für beide Maßnahmen gibt es aus verschiedenen Fördertöpfen von Land und Bund Geld für die Umsetzung der Maßnahmen.
Und es ist auch das Engagement aller gefragt – zum Beispiel bei der Bewirtschaftung des eigenen Gartens: Darf es hier Bienen-freundlich blühen, wird nur selten gemäht und werden für einheimischen Arten wertvolle Pflanzen oder Bäume gepflanzt?
Auch wer keinen Garten hat, kann aktiv werden:
Gemeindeeigene Schotterflächen um Straßenbäume dürfen von Bürgerinnen und Bürgern in Blühflächen verwandelt werden – dies habe ich selbst vor einigen Wochen mit zwei geschotterten Baumscheiben am Unterdorfweg/Ecke Kirchstraße getan, um zu zeigen, dass es geht und – hoffentlich – andere zu motivieren Ähnliches zu tun.
Von der Gemeindeverwaltung braucht es hier dringend deutliche Impulse, dass Blühflächen erwünscht sind und vielleicht sogar Kosten für Bio-Erde und Wildblumen-Saatgut erstattet werden. Jede Schotterfläche, die naturnah umgewandelt wird, ist ein Stück Entsiegelung.
 
Versiegelung von Natur


2. Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?


Nein, auf keinen Fall! Eine weitere Flächenversieglung und damit Vernichtung von dringend benötigten Grünzügen lehne ich entschieden ab. Wir Grünen sind für die Überplanung des bestehenden Gewerbegebiets und für den Erhalt des Grünzugs.
 
Verkehr


3. Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?


Wichtig ist, die Nutzung von Pkw weitgehend überflüssig zu machen durch gute ÖPNV-Anbindung und attraktive Radwege. Da die Straßenbahn als Option leider für die nächsten Jahre vom Tisch ist, bleibt nur die Möglichkeit einer Bus-Anbindung, am besten im 15-Minuten-Takt, z.B. in Form eines Shuttle-Busses zur Endhaltestelle und ein gut ausgebautes Radwegenetz. Carsharing-Angebote vor Ort dürfen ebenfalls nicht fehlen.
 
Eine Umgehungsstraße kommt für mich persönlich und für uns Grüne nicht in Frage!
Es würde dem Klimaschutz, Naturschutz und der regionalen Erzeugung von unseren wertvollen Lebensmitteln völlig zuwiderlaufen, die beschönigend „Nordspange“ genannte Umgehungsstraße zu bauen – Umgehungsstraßen ziehen neuen Verkehr an und vernichten wertvollen Ackerboden bzw. Grünland.
 
 
Wirtschaft


4. Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?


Unser Gewerbe vor Ort ist ein wichtiger Motor, um Gundelfingen zukunftsfähig aufzustellen und für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu sorgen.
Auch für die Energiewende ist das Gewerbe entscheidend: Der Bürgermeister, die beiden Klimaschutzmanagerinnen der Gemeinde und der Gemeinderat sollten den engen Austausch mit den Gewerbetreibenden suchen, um gemeinsam Wege zu finden, die Energiewende umzusetzen (Heizungssanierung, PV auf Firmendächern und Parkplätzen, Reduktion des Energieverbrauchs durch energieeffiziente Produktion), die Versiegelung zu minimieren und für ausreichend Grün und Frischluftschneisen im Gewerbegebiet zu sorgen.
 
5. Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?


Die regionale Landwirtschaft muss erhalten und gestärkt werden, unsere Landwirtinnen und Landwirte verdienen allergrößte Wertschätzung und die Vermarktung ihrer Produkte vor Ort sollte hohe Priorität haben. Ein wertvoller Hofladen in Heuweiler ist verschwunden, die Gemeinde sollte Anreize schaffen, um Hofläden zu erhalten oder wieder zu eröffnen.
 
6. Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?


Der einzige Weg dahin ist, die Neuversiegelung von Flächen zu minimieren und möglichst bald die Netto-Null zu erreichen: Nach Nägelesee-Nord muss Schluss sein!
Bei den Ausgleichsflächen muss darauf geachtet und auch langfristig kontrolliert werden, dass sie ökologisch wertvoll sind und naturnah gepflegt werden.
 
Bürgerschaftliches Engagement


7. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?


Veranstaltungen zur Biotopverbundplanung & Biodiversität wie jüngst am 13.05., Unterstützung des BUND bei seinen wertvollen Informationsveranstaltungen und Aktionen zu artenreichen und naturnahen Gärten sowie Biotop-Gestaltung, Stärkung der BürgerInnenbeteiligung bei der weiteren Ortsentwicklung, Vorbildfunktion der Gemeinde: Baumpflanzaktionen, naturnahe Bewirtschaftung der gemeindeeigenen Grünflächen, wegweisende, für alle sichtbare und erlebbare Maßnahmen wie z.B. die Pflanzung einer Baumallee an der alten Bundesstraße und am Grünen Weg: Eine Lindenallee am Grünen Weg wäre laut Gutachten von FrInaT enorm wertvoll für Nachtfalter und viele andere bedrohte Tierarten.
 
Innerörtliche Gestaltung


Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.
8.a Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?


Ja, auf jeden Fall! (siehe unter Punkt 7)


8.b Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?


Kontinuierliches Nachpflanzen und Neupflanzung von Bäumen – dabei ist unbedingt der Rat von Fachleuten bezüglich Klimaresistenz und Bedeutung für bedrohte Arten einzuholen.
Die Einführung einer Baumschutzsatzung nach Freiburger Vorbild!
Die Einführung von Baumpatenschaften, die von der Gemeinde gefördert und öffentlichkeitswirksam beworben werden.
 
9. Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?


Ja!


10. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?


Ja! Es wäre absolut wünschenswert, dass der BUND und andere Expert*innen regelmäßig zu Rate gezogen und ihre Empfehlungen, wenn irgend möglich, umgesetzt werden.
 
 
 



 
Grüne
 


19.5. – Katja Wurzel
 
Betr.: 10 Fragen an uns Kandidaten
 
Liebes BUND-Team, Ich möchte mich bedanken für die sehr herausfordernden 10 Fragen. Für mich als Neuling im Wahlkampf war es nicht schnell und neben erledigt, sondern schon etwas schwieriger.

1) Versprechen kann ich nicht das immer genügend Mittel da sein werden, dafür (sind wir mal ehrlich) sehen die Zahlen hier einfach zu schlecht aus. Ich kann versprechen, dass ich mich dafür einsetze, dass alle möglichen Fördergelder für Natur- und Artenschutz abgerufen werden und man versucht, entsprechende Projekte zu unterstützen.

2) Unsere Gemeinde hat viele Baustellen (der Neubau der Grundschule, Bezahlbarer Wohnraum, Mobilität, Flüchtlingsunterbringung, Kinderbetreuung [Schule/KiTa]). Da finde ich es nicht sinnvoll auch nur einen Gedanken an ein neues Gewerbegebiet zu verschwenden. Diese Manpower wird sowohl im Rathaus als auch im Gemeinderat an anderen Stellen dringender benötigt, ebenso das Geld.

3) Es ist unumgänglich das wir mehr Wohnraum benötigen und um den Verkehr innerorts besser zu entlasten, wird der R6 und auch eine höhere Frequentierung der Busse und Bahn nötig sein. Wir müssen aber auch den Autoverkehr mit einbeziehen, dieses Problem einfach zu ignorieren wird niemandem helfen. Das wir hier intensiv mit allen relevanten und betroffenen Personen über eine Lösung mit einer Umgehungsstraße diskutieren müssen, halte ich für unumgänglich. Diese Lösung kann nur mit einem angemessenen Ausgleich der verlorenen Flächen realisiert werden.

4) Mit Hilfe der GWG könnte man das Potenzial für Ein – und Umstellmöglichkeiten im Hinblick auf Nachhaltige Energie prüfen. Im Anschluss sollte die Gemeinde ins Gespräch gehen und sehen wo sie die Wirtschaft Unterstützen kann, um eine Umsetzung voran zu bringen. Dies gilt auch für andere Naturschutz Themen, hier könnte der BUND eine Beratende Rolle einnehmen.

5) Wir können die EU-Vorgaben oder die Bundespolitik nicht beeinflussen. Wir sind die, bei denen die Vorgaben auf die Realität treffen. Das macht die Gespräche an dieser Stelle essentiell und wichtig. Wie wir als Gemeinde sie unterstützen können oder wo wir Ihnen die Umsetzung leichter machen können. Ihre Stellung im Ort könnte auch gestärkt werden, in dem man mehr Verkaufsmöglichkeiten schafft (Lebensmittelautomaten oder –Schränke)

6) Es wird sich nicht zu 100% verhindern lassen, dass Baumaßnahmen nötig sind und damit Boden verloren geht. Man sollte zuvor sehr gut prüfen, ob man nicht eine vorhandene Ressource nutzen kann oder man eine andere Alternative hat. Ist dies nicht der Fall, muss der Neubau nach allen Möglichkeiten geplant werden um Nachhaltig zu sein (Solar, Dachbegrünung, Bepflanzung, etc). Auch in einer kleinen Kommune wie Gundelfingen sollte es möglich sein, ökologisches Bauen zu ermöglichen.

7) Es gibt einige Möglichkeiten die Menschen aus Gundelfingen mit ein zu beziehen, ein paar Ideen wären: Man könnte Grünflächen (die im Moment nur Graslandschaften sind oder brachliegen (z.B. Rondell „Im Hofacker"; die 3 Ebenen an der Treppe zur Schule hoch, oder die kleinen Grünflächen die öfter zwischen Parkplätzen liegen) zur Patenschaft ausschreiben um sie zu Begrünen. Diese Patenschaften könnte man unseren Vereinen im Ort anbieten, da hier viele engagierte Bürger*Innen involviert sind und man somit auch mehr Bewusstsein und Verantwortung wecken kann. Den Schulen könnte man Hochbeete zur Verfügung stellen, um einen Schulgarten anzulegen um einen Umgang zu Schaffen mit selbstangebauten Lebensmitteln und Blumen. Frühes Bewusstsein schaffen auch Verhalten in der Öffentlichkeit (Müllverhalten, Müll wieder mitnehmen", „Gutes Mülltrennen", usw.) Die KiTas sind bereits sehr gut darin, den Kindern Natur näher zu bringen. Hier sollte man im Gespräch bleiben, wo die Gemeinde unterstützen und helfen kann. Vielleicht auch gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen mit den Eltern zu planen. Wenn Umgestaltungen im Ort (z.B. Sonneplatz) anstehen, könnte man die Ideen und Vorschläge der GundelfingerInnen einholen und mit einbeziehen

8a) Wo es möglich ist, muss man es Prüfen und umsetzen.

8b) Mit dem verabschiedeten Waldkonzept und dem gut aufgestellten Forstamt macht Gundelfingen jetzt schon sehr viel. Hier sollte man im stetigen Austausch mit dem Forst bleiben und schauen, wo man vielleicht gibt es noch andere Waldflächen (in Gemeindebesitz) die man in Zukunft mit einbeziehen kann. Im Ort selbst macht unser Bauhof schon sehr viel, um den Baumbestand zu sichern. Die Trockenheit ist natürlich ein harter Gegner. Man muss überlegen, welche Baumarten evtl. besser der Trockenheit gewachsen sind und auch die Umgestaltung der Standorte (Bepflanzung der Fläche unterhalb des Baumes (siehe Punkt 7) ist eine Maßnahme die andernorts (Stadt Freiburg) schon positive Effekte zeigt.

9) Es gibt viele Flächen an denen ich vorbei komme, wo ich mir wünschen würde das man sie zu Blüh- und Insektenwiesen umgestaltet. Deshalb würde ich dieses Konzept unterstützen.

10) Siehe Punkt 9. JA. Es ist immer wichtig und richtig, verschiedene Meinungen zu hören. Da ich aus dem Medizinischen Bereich komme, pflege ich sehr das Prinzip der 2. Meinung von Fachspezialisten. Dies möchte ich auch in unserer Gemeinde sehr fördern. Nur so kann man sich und sein Umfeld weiterentwickeln und neue Ideen für Lösungen zu finden. Vielen Dank noch einmal für Euer Interesse und der Mitgestaltung der Wahl. Nur so kann man Demokratie Leben.

Mit freundlichen Grüßen

Katja Wurzel
 
 
 



 
Grüne


 
19.5. – Mareike Würz
 
Betr.: Anfrage BUND Natur- und Artenschutz
 
 
Hallo an den BUND
hier meine Antworten:


Finanzen


1. Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass es künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder gibt?


Natur- und Artenschutz ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde. Entsprechend müssen Pflegemaßnahmen bei der Aufstellung des Haushalts berücksichtigt werden. Angesichts der prekären Haushaltslage wird die Umsetzung aber nur in Zusammenarbeit mit allen Bürger:innen möglich sein. Das heißt auch, immer wieder auf die Notwendigkeit von Natur- und Artenschutz hinzuweisen, für entsprechende Maßnahmen zu werben und Bürger:innen zur Eigeninitiative zu motivieren.


Versiegelung von Natur


2. Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?


Nein, wir stehen für die Überplanung des bestehenden Gewerbegebiets und lehnen die Ausweisung eines weiteren Gewerbegebiets ab. Der noch vorhandene Grünzug darf nicht angetastet werden.

Verkehr


3. Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?
·       Soll er über das vorhandene Verkehrsnetz fließen?
·       Sind Sie für den Bau einer Umgehungsstraße – die sogenannte Nordspange - und nehmen damit den Verlust fruchtbarsten Bodens unserer Bauern in Kauf?


Wichtig ist für uns zunächst einmal, das neue Wohngebiet so zu organisieren, dass möglichst wenig Automobilverkehr entsteht. Dazu gehören eine gute ÖPNV- und Fahrrad-Anbindung, der Ausbau des Carsharing-Angebots sowie Infrastruktur im Gebiet Nägelesee. Denkbar wäre ein Shuttle-Bus zur Endhaltestelle der Straßenbahn.
Eine Umgehungsstraße kommt für uns nicht in Frage.


Wirtschaft


4. Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?


Wir sehen es als Aufgabe einerseits der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, andererseits von Bürgermeister und Gemeinderat an, auch mit der örtlichen Wirtschaft immer wieder den Dialog zu Klima- und Naturschutz zu suchen. Von PV auf Firmendächern und Parkplätzen, weniger Lichtverschmutzung in der Nacht auf Wirtschaftsflächen, begrünten Gebäuden, einem guten Verkehrskonzept bis hin zu energieeffizienter Produktion und wo möglich Kreislaufwirtschaft gibt es hier viele Schaltstellen, an denen die örtliche Wirtschaft dazu beitragen kann, Klima- und Naturschutz voranzutreiben.


5. Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?


Die regionalen Bauern müssen gestärkt und wertgeschätzt, die regionale Vermarktung ihrer Produkte unterstützt werden. Eine Vernetzung der einzelnen Betriebe könnte sich positiv auswirken, aber auch eine Art Bauernladen oder durchgängig für die Öffentlichkeit zugängliche Verkaufsstände könnten eine Idee sein. Ihr Stellenwert für unsere Gemeinde muss allgegenwärtig sein und gestärkt werden. Eichstetten ist dafür ein Paradebeispiel. Vorbildlich ist auch das Angebot des Klosterhofs Gundelfingen mit seiner Gemüsekiste, die wöchentlich ins Haus geliefert werden kann.


6. Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?


Durch entsprechendes Engagement im Gemeinderat und im Kreistag um die Gesetzeslage entsprechend zu ändern.


Bürgerschaftliches Engagement


7. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?


Infoveranstaltungen in Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Gruppen wie dem BUND mit besonderem Augenmerk auf ökologische Gärten (Permakultur, Bienenhaltung, insektenfreundliche Gärten und schonender Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser, Obstbaumpflege, etc.), Ausbau politischer Bildung/BNE vor allem in den Schulen, Formate der dialogischen Bürgerbeteiligung mit Expert:innen-Input bei strittigen/weitreichenden Themen der Ortsentwicklung.


Innerörtliche Gestaltung


Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.
8.a Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?


Ja, wo auch immer, setzen wir uns für die Pflanzung von Bäumen ein.


8.b Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?


Idealerweise werden Baumpatenschaften an Büger:innen vergeben.


9. Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?


Ja, das Konzept erscheint sinnvoll.


10. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?


Ja, eine Einbeziehung des BUND und anderer Expert:innen ist wichtig und sollte regelmäßig erfolgen.

Herzlichst

Mareike Würz

 

 



 
Grüne

 


19.5. – Beate Fischer-Wackes
 
Betr.: Fragenkatalog BUND
 
 
Eine Umsetzung der notwendige Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz wird, gerade aufgrund der prekären Haushaltslage nur in Zusammenarbeit mit allen BürgerInnen möglich sein. Sie kann nur erfolgen, wenn Jede/r die Notwendigkeit und Dringlichkeit begreift. Hierzu bedarf es Aufklärung, Geduld und Verständnis für das Begreifen, Umdenken und Handeln. Der Bauhof ist hier auf einem guten Weg und für Alternativen zum Altbewährten offen. Trotzdem muss die Umsetzung von Maßnahmen weiterhin begleitet werden.
Die Gemeinde hat zwei 50% Stellen geschaffen, die von sehr kompetenten
Klimaschutzmanagerinnen mit einem großen Maß an Engagement und Know how ausgefüllt werden. Sie benötigen regelmäßigen Input und Rückmeldungen.
 
Auch sollte die Gemeinde Vorgaben erarbeiten, Bauvorhaben mit Pflanzgeboten, wie Hochstammbäume zu kombinieren. Die Bauherren verpflichten Bepflanzungen mit einem hohen Wert an Biodiversität zu versehen und auf Gabionen, Metallzäune und unnötige Versiegelung zu verzichten. Ziel sollte es ohnehin sein, Versiegelungen in privaten Gärten zu reduzieren und wenn möglich zurück zu bauen. Auch hier sind Geduld und Aufklärung unumgänglich.
 
Ein weiteres Gewerbegebiet findet bei mir keine Zustimmung. Der Grünzug muss Grünzug bleiben und darf nicht angetastet werden. Er hat hohen Wert als Überflutungsfläche und dient dem Luftausgleich. Das haben wir Grüne von Anfang als Gegenargumente eingebracht. Es gilt das vorhandene Gebiet aufzuwerten, zu überplanen und die Mehrgeschossigkeit, da wo sie möglich ist, auszubauen. Ebenso sollte die Überdachung mit PV Anlagen, auch auf Parkflächen, überprüft und umgesetzt werden. Eine Anregung unsererseits hat kürzlich im BOU stattgefunden.
 
Auch ich sehe die Versiegelung zu Gunsten eines neuen Wohngebiets als kritisch an und habe mir die Entscheidung für das Neubaugebiet zu stimmen nicht leicht gemacht. Nach wie vor denke ich aber, dass mit einem zeitgemäßen, maximal guten Konzept die Vorteile für unseren Ort überwiegen.
 
Meine Enttäuschung zur verpassten Straba Planung war groß, doch nun gilt es erst recht, das zukünftige ÖPNV Angebot so attraktiv und praktikabel zu machen, so dass die Nutzung vom eigenen PKW zunehmend obsolet sein wird. Die Favorisierung von Neubauten mit BewohnernInnen ohne Auto (siehe Allmende) sollte im Vordergrund stehen, das Car-Sharing Angebot maximal ausgebaut und ein Shuttle Bus zur Endhaltestelle für Zuverlässigkeit sorgen. Hier gilt es die Bevölkerung zur Mitgestaltung der künftigen Verkehrsinfrastruktur mit einzubeziehen; Vorher-Nachher Erhebungen als Beispiel.
 
Eine Umgehungsstrasse kommt für mich nicht in Frage und ich werde diese mit allen Kräften verhindern.
 
Die regionalen Bauern müssen gestärkt und wertgeschätzt, die Vermarktung ihrer Produkte unterstützt werden. Eine Vernetzung der einzelnen Betriebe könnte sich positiv auswirken, aber auch eine Art Bauernladen oder durchgängig für die Öffentlichkeit zugänglich Verkaufsstände könnten eine Idee sein. Ihr Stellenwert für unsere Gemeinde muss allgegenwärtig sein und gestärkt werden. Eichstetten ist dafür ein Paradebeispiel.
 
Die Aktionen und Aufklärungsmaßnahmen des BUND sind für mich der sinnvollste und praktikabelste Weg aufzuklären und zum Mitmachen zu motivieren. Ich gestehe, dass es auch bei mir nicht von heute auf morgen ging, auch hier ist eine sensible Kommunikation die Grundlage für das spätere Handeln. Blühwiesen und -inseln sind mittlerweile in aller Munde und sie waren vor 2 Jahren noch eine Seltenheit. Das Konzept hat von unserer Fraktion auch weiterhin die volle Unterstützung.
 
Baumpatenschaften in den einzelnen Quartieren, nach dem Beispiel von Freiburg, wären eine weitere Maßnahme. Die Gemeinde könnte zudem zur Geburt eines Kindes mit einem Lebensbaum zur weiteren Begrünung mit Bäumen beitragen. Unsere Aktion, Bäume zu verschenken hat sich mittlerweile ebenfalls herumgesprochen und findet breiten Anklang.
 
Die Umgestaltung der Ortsmitte und nicht nur hier, sollte die Umverteilung mit dem Schwerpunkt weg vom PKW erfolgen. Dies bedeutet für mich nicht den  kompletten Verzicht auf Stellplätze, aber diese sollten deutlich in den Hintergrund gelangen.
Eine Entsiegelung und das Pflanzen von Bäumen mit hoher Lebensdauer, wo irgend möglich und sinnvoll, sollten eine große Rolle spielen und die Temperatur- und Wasserregulierung mit einbezogen werden. Fassadenbegrünungen, lebendige Fassaden, stellen für mich insgesamt eine leicht umsetzbare Möglichkeit dar in bestehenden Gebieten, aber auch im Neubaubereich zur Verbesserung des Klimas beizutragen. In Freiburg existiert diesbezüglich mittlerweile ein Förderprogramm.
 
Arbeitsgruppen, die kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Klimamobilitätsplans, der Verbesserung des innerörtlichen Klimas, mitarbeiten, sollen gegründet und gepflegt werden.
 
Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Rat und BUND war in den letzten Jahren nicht immer einfach und unkompliziert. Und das, obwohl die Anregungen und kritischen Anmerkungen von Seiten den BUND sinnvoll und berechtigt waren. Hier müssen wir einen besseren Weg finden, zu verträglichen Lösungen zu kommen. Auch hier wird es nicht ohne Kompromisse funktionieren. Wir Grüne haben vermehrt den Kontakt gesucht und werden dies auch weiterhin tun.
 

Beate Fischer-Wackes
 

 

 



 
 
 
Grüne


 
18.5. – Christine Beuchert


Betr.: Fragebogen zur Kommunalwahl
 
 
Guten Tag an die Mitglieder des BUND Gundelfingen,
anbei sende ich Ihnen meine Antworten auf Ihre Fragen zu.
 
Herzliche Grüße
 
Christine Beuchert
 
P.S.: Vielen Dank dafür, dass Sie sich die Mühe machten, den Fragebogen zu erstellen und nun die Ergebnisse auszuwerten. Aus meiner Sicht ist dies ein Beitrag zur Förderung der Demokratie. In Zeiten wie diesen ist es notwendig, dass unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen sich aktiv für Demokratie einsetzen.


Finanzen


1.     Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder zur Verfügung stehen?


Um einen Überblick über künftige Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz zu haben, müssen diese Maßnahmen konkret benannt werden (Was ist wann / wo zu tun?). Dann ist es möglich, Projekte zu priorisieren. Da es in Gundelfingen in den kommenden Jahren wenig finanzielle Spielräume gibt, gehe ich davon aus, dass dies ein umstrittener Aushandlungsprozess werden wird (Politik = das Umstrittene).


Versiegelung von Natur
 
2.     Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?
  

Nein


3.     Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?
 
Leider wurde die große Chance, die Straßenbahn durch Gundelfingen zu führen, vertan. Daher sollte der zusätzlich entstehende Verkehr möglichst über attraktive Angebote des ÖPNV aufgefangen werden. Ansonsten soll er über das vorhandene Verkehrsnetz fließen.
 
Wirtschaft
 
4.     Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?
5.     Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?
6.     Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?


Ich denke, es ist allen bekannt, dass der menschengemachte Klimawandel, Artenschwund, etc. Herausforderungen sind, die die Menschheit als Ganzes betreffen. Vertreter*innen von Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft haben ein gemeinsames Interesse daran, diese Herausforderung zu bewältigen. Um dies vor Ort konstruktiv umsetzen zu können, müssen sich die verschiedenen Vertreter*innen regelmäßig austauschen, welche Maßnahmen bereits zum Klima- und Naturschutz umgesetzt werden und welche Maßnahmen zeitnah umsetzbar sind.


Bürgerschaftliches Engagement


7.     Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?


Der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen hat in der Vergangenheit und wird in Zukunft Veranstaltungen anbieten, die für einen achtsamen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren. Möglich wäre es Flächen zum „Urban Gardening“ auszuweisen.
 
 
 
Innerörtliche Gestaltung
 
8.     Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.
a.     Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?


Ja


b.     Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?


Ich weiß gerade noch nicht, wer sich bisher um den vorhandenen Baumbestand kümmert. Aus meiner Sicht müsste geprüft werden, ob Mitarbeiter*innen des Bauhof diese Aufgabe übernehmen können. Für mich wäre es außerdem vorstellbar Baumpatenschaften zu vergeben.
 
9.     Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?


Ja – vor allem um eine zügige Umsetzung
 
10.  In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?
 
Ja
 
 



Grüne


 
17.5. - Matthias Schmidt-Eule


Betr.: BUND Anfrage Natur- und Artenschutz


Liebe Mitglieder der BUND Ortsgruppe Gundelfingen,
vielen Dank für Euer großes Engagement zum Natur- und Artenschutz in Gundelfingen. Als aktiver Gemeinderat und Kandidat der Grünen möchte auf Eure Anfrage dazu gerne antworten.


Es ist mir wohl bewusst, dass der BUND aus guten Gründen einige Entscheidungen des Gemeinderates und auch von uns Grünen in den vergangenen Jahren kritisiert hat, zum Beispiel Nägelsee Nord, Kindergarten neben dem Friedhof und Nutzung der Straßenbahnwendeschleife für eine Flüchtlingsunterkunft. Auch die geplante Trasse für den Radschnellweg wird kritisch gesehen.


Natürlich ist der damit verbundene Flächenverbrauch und die weitere Versiegelung von Grünland kritisch, ich werbe aber darüber nachzudenken, welche realen Alternativen es in unserer Kommune gibt. Wir stehen bzgl. der Unterbringung von geflüchteten Menschen vor einer sehr großen Herausforderung, nachdem die Gemeinde schon sehr viele Objekte angemietet hat und wir nicht noch weiter in den Mietwohnungsmarkt eingreifen können, bleibt nur der Neubau von Unterkünften. Kurzfristig und schnell baureif stand dafür nur die Wendeschleife zur Verfügung. Wir Grünen setzen uns im Gegensatz zu den anderen Fraktionen dafür ein, dass die verbleibende Fläche abgesehen vom Radweg nach Denzlingen zwischen der geplanten Unterkunft und der Eisenbahn freibleibt, d.h. nicht für weitere Bebauung oder eine Sportanlage genutzt wird.


Wo wenn nicht auf einer der wenigen Flächen in kommunalem Besitz am Waldfriedhof hätte der dringend benötigte Kindergarten errichtet werden sollen?  


Wir Grünen kritisieren öffentlich die Pläne von FW, CDU und SPD jenseits der B3 ein neues Gewerbegebiet auszuweisen. Diese Fläche muss für die Landwirtschaft, als Überschwemmungszone bei Starkregen und als Futtergebiet für die Mooswaldtiere freibleiben. Das gleiche gilt für die landwirtschaftliche Fläche am südlichen Ortseingang zwischen der alten Bundesstraße und der Eisenbahn (Gemarkungsgrenze zu Freiburg). Dafür werden wir uns in der kommenden Gemeinderatsperiode einsetzen.  
In der gestrigen Gemeinderatssitzung ist es uns Grünen gelungen zumindest eine Fläche von 2,3 ha als zusätzliches Waldrefugium im oberen Wald auszuweisen. Wir Grünen wollten weitere 6,5 ha ausweisen, aber das hätten SPD und Bürgermeister nicht mitgetragen. An der ablehnenden Haltung der Freien Wähler und der CDU zeigte sich exemplarisch, dass sie leider die Zeichen der Zeit und die Bedeutung des Artenschutzes noch immer nicht verstanden haben.


Ich freue mich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem BUND Gundelfingen in den kommenden Jahren, bitte bleibt dabei so kritisch und mahnend wie bisher, aber auch offen für den Austausch mit dem gesamten Rat und der Verwaltung.

Mit fröhlichen Grüßen,
Matthias Schmidt-Eule

 

 



 
 
SPD

 


16.5. – Karl-Christof Paul


Aw: Kommunalwahlen – Fragen an die Kandidaten
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Auch wir werden eine gemeinsame Antwort formulieren und sie Ihnen zukommen lassen.
 
Mit freundlichen Grüßen
Karl- Christof Paul
 
 



 
 
Freie Wähler

 

16.5. – Michael Hornbruch
 
 
AW: Ihre Anfrage zur Kommunalwahl 2024
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
wir Freien Wähler haben Ihre Anfrage sehr wohl richtig verstanden. Die Kandidierenden, der Vorstand und die Fraktion haben sich jedoch entschieden ein gemeinsames Statement Ihnen gegenüber abzugeben. Dies ist geschehen. Aus unserer Antwort geht die Haltung der Freien Wähler deutlich hervor in Bezug auf Biodiversität, Natur- und Klimaschutz. Bei allen Vorhaben der Gemeinde Gundelfingen hat bei jedem einzelnen Thema eine Güterabwägung der Entscheidungsträger*innen erfolgen. Das betrifft auch die jeweiligen Themen des BUND.
 
Eine weitere Stellungnahme der Freien Wähler und unserer Kandidierenden erfolgt nicht. Da muss Ihnen unsere gemeinsame Antwort reichen, die mit allen Kandidierenden inhaltlich abgestimmt.
 
Wir wünschen Ihnen schöne Pfingstferien und Gundelfingen und Wildtal eine gute demokratische Wahl am 09.06.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Michael Hornbruch Vorsitzender und Fraktionssprecher FW

 



 
BUND Gundelfingen an Freie Wähler

 


15.5.2024
Sehr geehrter Herr Hornbruch,

hier liegt offenbar ein Missverständnis vor. Wir hatten um eine persönliche Antwort der einzelnen Kandidaten der Freien Wähler auf unsere Fragen gebeten:

Sehr geehrte Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, FW, Grüne und SPD,
Politisches Handeln muss zur Bewahrung unserer Lebensgrundlagen im Einklang mit Natur und Klima stehen. Viele unserer derzeitigen Probleme haben mit Gleichgültigkeit, ungezügelten Ansprüchen und überbordendem Verbrauch zu tun, die zur Zerstörung von Natur und Landschaft führen.
Als Parteien, die sich jetzt in Gundelfingen zur Wahl stellen, gehen Sie in Ihren Veröffentlichungen mehr oder weniger konkret auf das Thema Natur- und Artenschutz ein. Wir, der BUND Gundelfingen, möchten genauer wissen, was Sie vorhaben. Wir fragen deshalb alle Kandidaten, die CDU, Freie Wähler, Grüne und SPD aufgestellt haben, nach ihrer ganz persönlichen Meinung. Dies auch im Interesse einer breiten Öffentlichkeit, der wir unsere Fragen und Ihre Antworten zugänglich machen.
Wir freuen uns auf Ihre Antworten, die Sie bitte bis zum 20. Mai direkt an den BUND Gundelfingen schicken (bund-gundelfingen-breisgau@posteo.de).


 Ihre BUND-Ortsgruppe Gundelfingen Breisgau


Könnten Sie unsere Mail bitte entsprechend an alle aufgestellten Personen weiterleiten? Zur Sicherheit finden Sie das Dokument mit den Fragen noch einmal im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen BUND-Ortsgruppe Gundelfingen Breisgau
 
 
 
 



Freie Wähler


 
15.5. – Michael Hornbruch
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
im Namen des Vorstandes, der Fraktion sowie aller Kandidierenden der Freien Wähler Gundelfingen-Wildtal e.V. nehme ich wie folgt allgemein Stellung:
 
Wir Freien Wähler verstehen uns als parteiunabhängige Wählervereinigung ohne jegliche Dogmen und nur der Gemeinde Gundelfingen und Wildtal verbunden. Daher treten wir im Gemeinderat für eine pragmatische und machbare lösungsorientierte Politik ein. Dies betrifft auch die Natur und Biodiversität sowie alle Themen die mit Klimaschutz- und Wandel zutun haben. Wir bringen uns mit Maas und Mitte ein und setzen uns für machbare Kompromisse ein. So arbeiten wir an diversen Naturschutzkonzepten aktiv mit. Dies betrifft das E-Mobilitätskonzept, das Gesamtmobilitätskonzept, das Biodiversitätskonzept mit der erweiterten Biodiversitätsplanung und dem Waldschutzkonzept mit Waldmanagementplan. Unser Ziel ist immer ein gute Lösung zu finden, welche die Menschen nicht überlastet, sondern wenn möglich mitnimmt. Weiterhin ist uns ein ausgeglichener Haushalt wichtig. Denn alle Maßnahmen die zur Verbesserung der Lebensqualität in Gundelfingen beitragen müssen finanzierbar und möglichst nachhaltig sein. Weitere Informationen zu unserer Wählervereinigung und unseren Zielen entnehmen Sie bitte unserem Wahlprogramm auf unsere Homepage.


Wir wünschen Ihnen nun schöne Pfingstferien und eine gute demokratische Wahl am 09. Juni 2024
 
Mit freundlichen Grüßen
Michael Hornbruch Vorsitzender und Fraktionssprecher FW
 
 
 
 
 
 
 
 

10 Fragen an die Kandidaten

Der BUND will es zu den Gemeinderatswahlen genau wissen

Wer ist für den besten Natur- und Artenschutz?

Politisches Handeln muss zur Bewahrung unserer Lebensgrundlagen im Einklang mit Natur und Klima stehen. Viele unserer derzeitigen Probleme haben mit Gleichgültigkeit, ungezügelten Ansprüchen und überbordendem Verbrauch zu tun, die zur Zerstörung von Natur und Landschaft führen.

Die Parteien, die sich jetzt in Gundelfingen zur Wahl stellen, gehen zum Teil nur unzureichend auf das Thema Natur- und Artenschutz ein. Der BUND Gundelfingen möchte genauer wissen, was sie vorhaben. Im künftigen Gemeinderat entscheiden einzelne Menschen aus unserer Mitte über den richtigen Kurs der nächsten fünf Jahre. Deshalb haben wir alle Kandidaten von CDU, Freie Wähler, Grüne und SPD zu folgenden Themen nach ihrer ganz persönlichen Meinung gefragt:

Finanzen

1. Wie wollen Sie angesichts der prekären Haushaltslage der Gemeinde Gundelfingen sicherstellen, dass es künftig für Pflegemaßnahmen im Natur- und Artenschutz ausreichend Gelder gibt?

Versiegelung von Natur

2. Sind sie für ein weiteres, neues Gewerbegebiet?

Wenn ja:

  • Wie vereinbaren Sie das mit dem seit Jahren formulierten politischen Ziel, den Flächenverbrauch zum Schutz unserer natürlichen und nicht erneuerbaren Lebensgrundlagen auf netto Null zu reduzieren?
  • Wie vereinbaren Sie das mit dem ebenfalls immer wieder proklamierten Ziel einer regionalen Versorgung durch die kleinbäuerliche Landwirtschaft vor Ort?

Verkehr

3. Mit welchen Maßnahmen soll der hier und durch das Baugebiet Nägelesee-Nord entstehende zusätzliche Verkehr bewältigt werden?

  • Soll er über das vorhandene Verkehrsnetz fließen?
  • Sind Sie für den Bau einer Umgehungsstraße – die sogenannte Nordspange - und nehmen damit den Verlust fruchtbarsten Bodens unserer Bauern in Kauf?

Wirtschaft

4. Wie wollen Sie mit der örtlichen Wirtschaft beim Klima- und Naturschutz zusammenarbeiten?

5. Welche Rolle können Ihrer Ansicht nach dabei die Bauern einnehmen?

6. Wie wollen Sie verhindern, dass immer wieder nicht vermehrbare Natur- und Ackerflächen als sogenannte Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verlorengehen?

Bürgerschaftliches Engagement

7. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren und sie an ihrer Gestaltung teilhaben lassen?

Innerörtliche Gestaltung

Gundelfingen will knapp 1 Million Euro aufwenden, um den Sonneplatz so umzugestalten, dass man sich dort auch bei Hitze aufhalten kann. Vorgesehen sind 800.000 Euro staatliche Fördergelder, etwa 140.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren, hinzu kommen jedes Jahr bedeutende Kosten für den Unterhalt, z.B. eines Wasserspiels. Es sollen dort auch Bäume gepflanzt werden, die erwiesenermaßen der beste Garant für ein erträgliches Klima sind. Nun sind in den vergangenen Jahren überall im Ort Bäume abgestorben, die nicht ersetzt wurden, allein auf der Unteren Waldstraße stehen acht tote Bäume.

8.a Werden Sie sich dafür einsetzen, dass zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Sonneplatz Bäume (nach-)gepflanzt werden?

8.b Wie soll der vorhandene Baumbestand besser erhalten und gepflegt werden?

9. Viele Grünflächen auf Gemeindegrund ließen sich naturnah und insektenfreundlich umgestalten. Die BUND-Ortsgruppe hat dem Gemeinderat hierfür bereits seit längerem ein Konzept vorgelegt. Wollen Sie für eine zügige Umsetzung eintreten?

10. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen und Maßnahmen der Gemeinde zum Natur- und Klimaschutz die Expertise des BUND und anderer Fachverbände sehr selten angefragt. Haben Sie die Absicht, das zu verändern?

 

Wir freuen uns auf die Antworten und werden hier darüber informieren.

Exkursionstag zu "Gärten der Zukunft" am 11.Mai

Mit Andreas Wiedmaier, André Grabs, Anette Lange und Ariane Bunjes

Am 11.05.2024 ab 10:00 Uhr werden sich einige Gartentore für interessierte Menschen öffnen.  Unter dem Motto „Gärten der Zukunft“ werden Einblicke in Gärten gewährt, welche die Belange der Ökologie ebenso bedienen, wie die der immer trockener und heißer werdenden Sommer.
 

Gartenführung mit Andreas Wiedmaier

Andreas Wiedmaier erklärt Ihnen den Werdegang des Naturgartens. Er erläutert anhand der verschiedenen Bereiche Möglichkeiten mit Extremstandorten umzugehen und natürlich wirkende, schöne und tierfreundliche Pflanzungen standortgerecht anzulegen. Diese Gartenführung findet in einem von ihm angelegten „Kies-Naturgarten“ im Wildtal statt.

Es wird 2 Führungen geben.  Zeit: 10:00 Uhr  und 11:30 Uhr

Max. Teilnehmerzahl pro Führung: 9 Personen.

Die Adresse wird nach Anmeldung bekannt gegeben.

Wir bitten daher für die Gartenführung im Wildtal um Anmeldung bei bund-gundelfingen-breisgau(at)posteo.de

 

Gärten und Schmetterlinge mit André Grabs

Wie können unsere Gärten so gestaltet werden, dass sie für Insekten - insbesondere für Schmetterlinge - ein Zuhause sein können, ohne dass auf Lebensqualität verzichtet werden muss?  Hierzu wird André Grabs eine Exkursion in seinem eigenen Garten beginnen, die aber auch noch zu anderen Vorzeigeprojekten in der nahen Umgebung führen wird. Diese Exkursion wird ca. 2h später am Rebberg enden.

Ein Schwerpunkt werden die Lebensräume für Schmetterlinge darstellen, welche als Indikatoren für eine große Artenvielfalt angesehen werden können!

Das Potential für die Artenvielfalt von Wohneigentümergemeinschaften

"Am See" in Gundelfingen werden Annette Lange und Ariane Bunjes für sie da sein, wenn es um Fragen geht, die das Potential von Wohneigentümergemeinschaften und ihren Anlagen aufzeigen. Es gibt eine kleine Vorzeigefläche, was aus Tiefgaragendächern werden kann, wenn sie nicht nur gemäht werden.

Falter und Fledermäuse

Wie uns die Nacht zum Schwärmen bringt

Vera Leinert, Biologin beim Regierungspräsidium Freiburg und Schmetterlingsexperte André Grabs bringen uns Nachtfalter und Fledermäuse nahe.

Zu viel künstliches Licht schadet

Ausstellung und Vorträge zum „Zauber der Nacht“ im Rathausfoyer

 

Menschen lieben das Licht. Aber ohne die Nacht können wir nicht leben, und zu viel künstliches Licht hat große Schattenseiten. Dies verdeutlichen eine Ausstellung und zwei Expertenvorträge im Gundelfinger Rathausfoyer. Die Berliner Ausstellung „Der Verlust der Nacht“ ist dort bis zum 19. Februar zu sehen ist. Sie zeigt die dringende Notwendigkeit, die Nacht als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schützen und als Erholungsraum für Menschen zu bewahren. Dazu kann eine sachgerechte Lichttechnik und -planung beitragen.

Auch die Expertenvorträge im Rahmen der Gundelfinger Gespräche richten sich an ein breites Publikum. Am Donnerstag, 1. Februar um 20 Uhr, referiert Dr. Annette Krop-Benesch zum Thema: „Schlafstörungen, Übergewicht, Depressionen und Krebs - warum nicht nur der Mensch nachts mehr Dunkelheit braucht“, am Mittwoch, 7. Februar um 20 Uhr, geht es um „Falter und Fledermäuse – warum uns die Nacht zum Schwärmen bringt“ mit Vera Leinert, Biologin beim Regierungspräsidium Freiburg und Schmetterlingsspezialisten André Grabs.

Falsche Beleuchtung Ursache für das Artensterben

Derzeit strahlt unter anderem die auf LED-Technik umgerüstete-Straßenbeleuchtung in vielen Kommunen grell nach allen Seiten, anstatt gezielt Straßen oder Wege zu erhellen. Aber eine unsachgemäße Beleuchtung ist auch an Gebäuden und in privaten Gärten äußerst problematisch und trägt massiv zum Artensterben nicht nur von Insekten, sondern von allen nachtaktiven Tieren bei, die orientierungslos werden oder ihren natürlichen Rhythmus verlieren.

Falsch gelenktes kaltweißes Licht stört Eulen bei der Jagd, Zugvögel kommen von ihrer Route ab, zu viel Helligkeit stört auch Fische. Nicht zu vergessen: Zweidrittel aller Säugetiere sind nachtaktiv und brauchen die Dunkelheit. Auch der Mensch ist auf den Tag-Nacht-Rhythmus angewiesen. Zu viel künstliches Licht schadet auch seiner Gesundheit - mit noch längst nicht absehbaren Folgen.

Die vom BUND Gundelfingen organisierte Ausstellung wurde vom Berliner Leibniz-Institut IGB konzipiert. Die Expertengespräche in der Reihe „Zauber der Nacht“ werden von der Bürgerinitiative Lebenswertes Gundelfingen und der Gundelfinger Bücherstube unterstützt. Der Eintritt zur Ausstellung und den Expertengesprächen ist frei, Spenden sind willkommen.

Vortrag "Zauber der Nacht" von Dr. Sophia Kimmig, Spiegel-Bestseller-Autorin

24.10.2023, 20 Uhr im Kultur- und Vereinshaus Gundelfingen

Sie sind im Schutz der Dunkelheit unterwegs: Nachtschwärmer, Eulen und Fledermäuse. Aber auch Fuchs und Igel sind wie Zweidrittel aller Säugetiere nachtaktiv. Um die oftmals unbekannten Seiten der Nacht gemeinsam zu ergründen, hat der BUND Gundelfingen die Berliner Biologin und Spiegel-Bestseller-Autorin Sophia Kimmig eingeladen. Sie wird am Dienstag, den 24. Oktober, anschaulich machen, warum die Nacht nicht nur für Tiere, sondern auch für Pflanzen und nicht zuletzt uns Menschen ungemein wichtig ist. Zu Tage kommen dabei auch die Schattenseiten des Lichts. 

Die Veranstaltung des BUND findet im Rahmen der „Gundelfinger Gespräche" statt, zu der in lockerer Folge Expertinnen und Experten zu spannenden und wichtigen Themen eingeladen werden. Unterstützt wird sie von der Bürgerinitiative Lebenswertes Gundelfingen und der Gundelfinger Bücherstube. In der Serie „Zauber der Nacht“ sind weitere Veranstaltungen geplant, so im Februar eine Ausstellung im Rathausfoyer.

„Zauber der Nacht“ mit Dr. Sophia Kimmig am 24.Oktober um 20 Uhr im Kultur- und Vereinshaus Gundelfingen, Vörstetter Straße 7. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Wanderausstellung "Blühende Heuwiesen" im Rathausfoyer Gundelfingen 03.-14.11.2023

Eröffnungsvortrag von André Grabs: "Wiesen, Weiden, Schmetterlinge Europas" am 03.11.2023

Vom 03.-14.11.2023  wird die sehr sehenswerte Wanderausstellung "Blühende Heuwiesen" im Rathausfoyer Gundelfingen zu sehen sein.

Eröffnung ist am 03.11.2023 um 19:00 Uhr im Foyer des Rathauses (Alte Bundesstrasse 31). Zur Eröffnung wird unser Vorsitzender und Naturguide André Grabs ab 19:30 Uhr einen Vortrag zu "Wiesen, Weiden, Schmetterlinge Europas" halten. Er wird uns mitnehmen auf eine Reise zu wunderbaren, lebendigen Lebensräumen des Offenlandes in Rumänien, Frankreich, Italien und des Alpenraumes. Die Wiesenökologie aber auch ihre geflügelten Bewohner werden in den Fokus genommen. Untermalt wird sein großes Fachwissen mit wunderschönen Fotos. Seine lebendige und anschauliche Vortragsweise wird keine Langeweile aufkommen lassen. Kommen Sie und überzeugen Sie sich selbst. Es lohnt sich!

Clean-up am Schobbach 07.10.2023

Müll, Müll und wieder Müll

Am Samstag,  07.10.2023, haben wir wieder unser jährliches Clean-up am Schobbach nahe der Grünschnittanlage und dem Hundesportverein durchgeführt. Zu sechst zogen wir bei tollem Wetter und gut gelaunt durch den Bach.

Unsere Hoffnung auf wenig Müll wurde leider nicht erfüllt: Viel Plastik, Styroporteilchen und –teile, Bauschaum bis hin zu einem großen Stück einer Kompostiertonne zogen wir aus dem Bach. So konnten wir dazu beitragen, dass sich der Müll auf seinem Weg zum Meer zu Mikroplastik zersetzt oder auch Tieren zur tödlichen Falle wird. Angesichts der immensen Mengen Plastikmüll, die sich weltweit an Stränden und weit draußen im Meer ansammeln, ist uns sehr bewusst, wie wichtig es ist, schon hier bei uns der Vermüllung der Landschaft entgegenzuwirken. Jede*r von uns kann das ganze Jahr über dazu beitragen: Ein Müllbeutel kann in jeder Tasche mitgeführt und auf Spaziergängen gefüllt werden…

Der Schobbach führte bis auf ein paar tiefere Gumpen leider so wenig Wasser, dass wir kaum nasse Füsse zu fürchten hatten. Darum beseitigten wir – anders als in den Vorjahren – natürlich entstandene Barrieren nicht mehr. Jetzt kann sich auch hier das Wasser stauen und sich neue Wege suchen.

Wir sind gespannt auf nächstes Jahr..!

Klimastreik 2023 und aktiver Artenschutz

Fahrraddemo zum Klimastreik am 15.09.2023 in Freiburg. Unserem Aufruf sind etwa 25-30 Menschen aus Gundelfingen gefolgt. Das freut uns umso mehr, als wir selbst urlaubs- und krankheitsbedingt nur mit einer Person vertreten sein konnten. Die Demo und Kundgebung in Freiburg war mit ca. 8000 Demonstrierenden ein schöner Erfolg. Wir werden auch beim nächsten Mal wieder dazu aufrufen und dann hoffentlich auch selbst wieder zahlreicher teilnehmen können!                                                                                                                    Es ist wichtig, immer wieder deutliche Zeichen an die Politik zu senden und Druck zu machen, dem Klima- und Artenschutz hohe Priorität bei politischen Entscheidungen einzuräumen.

Doch auch der aktive Klima- und Artenschutz bei uns vor Ort ist sehr wichtig. Hier zeigen sich unmittelbare Auswirkungen extemsiver Pflegemaßnahmen auf die Artenvielfalt an Pflanzen und Insekten. Wir sind im Verlauf des Jahres auf verschiedenen Flächen in Gundelfingen aktiv.

Unsere Möglichkeiten Flächen aufzuwerten, erweitern sich ständig. Eine hoffnungsvolle Entwicklung. Doch ohne zusätzlich anpackende Hände sind wir bald am Ende unserer Schaffenskraft angekommen. Wir sind über jede helfende Hand dankbar! Man muss nicht gleich sensen können, um hilfreich zu sein (wer will, kann das aber bei uns lernen). Gesenstes Gras mit dem Rechen zusammenziehen, invasive Pflanzen entfernen, Wurzelschösslinge aus der Wiese schneiden, Artikel schreiben,… es gibt viele Möglichkeiten, sich bei uns sinnvoll einzubringen. Meldet Euch bei uns oder kommt in unsere Sitzung (s. Termine). Wir freuen uns über jede Unterstützung! Je mehr Leute mit anpacken, desto weniger wird die Arbeit und umso größer wird der  Spaß dabei!         

Earth Hour 2023 - Gemeinsam für mehr Klimaschutz

Am Samstag, den 25. März 2023 von 20:30 - 21:30 Uhr, schalten Menschen, Städte und Unternehmen auf der ganzen Welt für 60 Minuten das Licht aus. Das ist die Earth Hour.

Denn gerade nach einem weiteren Jahr mit verheerenden extremen Wetterereignissen, einer Energiekrise und sich ändernden politischen Prioritäten ist die Earth Hour ein wichtiger Moment, um sich für mehr Ambition beim Klimaschutz einzusetzen.                                                                                                                                                                                           Lasst uns zur Earth Hour am 25. März um 20:30 Uhr gemeinsam ein Zeichen setzen, gemeinsam mit dem WWF Deutschland. Für 60 Minuten werden auch in Gundelfingen die Lichter an mehreren Gebäuden ausgeschaltet. Auch einige Läden, deren Lichtschaltung nicht zentral gesteuert wird sowie Haushalte teilnehmender Privatpersonen werden dunkel bleiben. Die Zähringer Burg bleibt bereits seit der Energiekrise unbeleuchtet.

Wir werden uns zur Stunde der Earth Hour auf dem Rathausplatz in Gundelfingen zusammenfinden und die Earth Hour an der Feuerschale mit Musik, Gedanken und Gesprächen gemeinsam verbringen.

Sie sind herzlich eingeladen – auch für eigene Beiträge jeglicher Art!  

Weitere Infos zur Earth Hour, der weltweit größten Aktion für Klima- und Umweltschutz, gibt es auf: www.wwf.de/earth-hour.

Die Earth Hour zeigt, wie viele Menschen gemeinsam auf der ganzen Welt für den Erhalt des Planeten kämpfen. Jede und Jeder kann sich am 25. März um 20.30 Uhr mit dem symbolischen Lichtausschalten in den eigenen vier Wänden beteiligen. Wir vom BUND laden gemeinsam mit dem WWF alle ein, bei der Earth Hour mitzumachen.

Wer bei sich zu Hause mitmachen möchte, kann sich auf www.wwf.de/earth-hour für die Aktion anmelden. Vom WWF erhält man dann Infos und Tipps für die eigene Earth Hour.

Boden retten für die Bauern

Ohne fruchtbare Böden ist die Ernährungssicherheit bedroht - lokal und weltweit

Böden sind eine äußerst wertvolle Ressource für die Menschheit, denn sie liefern unsere Nahrung: 95 Prozent unserer Lebensmittel werden weltweit auf Äckern erzeugt. Dabei sind Böden eine endliche Ressource - einmal versiegelt, sind sie unwiderruflich verloren. Böden lassen sich durch nichts ersetzen, aber wenn sie intakt sind, sichern sie gutes Essen, außerdem sind sie in der Klimakrise wertvolle CO2-Speicher.

Und dennoch werden sie so häufig überhaupt nicht wertgeschätzt. Sie werden bebaut und versiegelt, ausgelaugt und vergiftet. Ein Drittel der Böden weltweit sind bereits geschädigt, halten die Vereinten Nationen (UN) fest. Ihre Fruchtbarkeit hat stark nachgelassen, so dass die Ernährung bedroht ist. „Der Nährstoffverlust im Boden … gilt als eines der kritischsten Probleme auf globaler Ebene für die Ernährungssicherheit und die Nachhaltigkeit rund um den Globus“, warnten die UN zum Weltbodentag am 5. Dezember 2022. (1)

Zwei Milliarden Menschen leiden an verstecktem Hunger

In den letzten 70 Jahren ist als Folge der Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen in Lebensmitteln drastisch gesunken, Schätzungen zufolge leiden weltweit zwei Milliarden Menschen an einem Mangel an Mikronährstoffen, der als versteckter Hunger bezeichnet wird, weil er schwer zu erkennen ist, so die UN weiter. Die Verschlechterung der Bodenqualität führt einerseits dazu, dass Böden zu nährstoffarm sind und so ihre Fähigkeit, Pflanzen zu ernähren, verlieren. Andere Böden hingegen weisen eine so hohe Nährstoffkonzentration auf, dass sie eine giftige Umgebung für Pflanzen und Tiere darstellen, die Umwelt verschmutzen und den Klimawandel befördern. Das ist nicht zuletzt eine Folge der Agrochemie.

Diese fatale Entwicklung spielt sich vor dem Hintergrund einer rasant wachsenden Weltbevölkerung ab. Seit den 1960er-Jahren stieg die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen von drei auf acht Milliarden, Prognosen zufolge werden es bis 2080 mehr als zehn Milliarden Menschen sein. (2) Die landwirtschaftliche Produktion müsste um 60 Prozent gesteigert werden, um den weltweiten Nahrungsmittelbedarf im Jahr 2050 zu decken, betonen die Vereinten Nationen. Das ist mit immer weniger und immer mehr heruntergewirtschafteten Böden nicht möglich.

Böden sind unsere Lebensgrundlage

Wir hier in Gundelfingen haben sehr gute, fruchtbare Böden. Indem wir sie bebauen und asphaltieren zerstören wir sie, gefährden die Basis für unsere Ernährung, schädigen gleichzeitig das Klima und beschleunigen das Artensterben. Dabei ist es egal, ob energieeffiziente Häuser oder Fahrradschnellwege gebaut werden, die jeweils einen enormen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Unsere Lebensgrundlagen und das Klima lassen sich nicht retten, indem wir Böden zur grundsätzlich verfügbaren Baugrundlage degradieren. Wir können nicht überleben, ohne zu essen. Die Abstriche müssen anderswo gemacht werden.

Angesichts der zunehmend unsicheren Versorgung mit Lebensmitteln weltweit ist dieses Vorgehen überhaupt nicht mehr nachvollziehbar. Der Verlust fruchtbarer Böden in Baden-Württemberg liegt derzeit laut Statistischem Landesamt bei 6,2 Hektar. Pro Tag. Im Jahr 2018 waren es 4,8 Hektar täglich. (3) Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen, inklusive Flächen für Rohstoffabbau liegt mittlerweile bei über 14 Prozent der Landesfläche, das sind weit über 500.000 Hektar. (4) Dabei handelt es sich um Flächen, die in der Regel vorher landwirtschaftlich genutzt wurden.

Bäuerinnen und Bauern wird buchstäblich der Boden unter dem Pflug geraubt. Die auch in der EU immer wieder diskutierte Lebensmittelsicherheit wird bei uns vor Ort mit Füßen getreten, obwohl derzeit gerade auch große Agrarexportländer wie Brasilien massive Ernteertragsprobleme haben - vom Krieg in der agrarwirtschaftlich wichtigen Ukraine ganz abgesehen.

 

(1)  https://www.un.org/en/observances/world-soil-day

(2)  www.welthungerhilfe.de/informieren/themen/gesunde-ernaehrung-sichern/bevoelkerungswachstum-definition-entwicklung

(3)  https://www.statistik-bw.de/BevoelkGebiet/GebietFlaeche/GB-FV-LR.jsp

(4)  https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/boden/boeden-schuetzen

31.1.2023  - Regina Weinrich

 

 

Mitarbeit am Mobilitätskonzept Gundelfingen

Aktiv dabei

Der BUND-Ortsverband Gundelfingen-Breisgau beteiligt sich aktiv an der Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts für die Gemeinde Gundelfingen, nachdem die Verkehrssituation im Ort allgemein für dringend verbesserungsbedürftig erachtet wird.

 

Im Rahmen eines umfassenden und von einem Fachbüro moderierten Bürgerbeteiligungs-prozesses hatte die Gemeinde auf den 9. November 2022 zu einem sog. Experten-Workshop eingeladen, an dem der BUND-Ortsverband Gundelfingen-Breisgau teilnahm. In der Diskussion sollten Schwach- oder Gefahrenstellen für den Fuß- und Radverkehr, den ÖPNV und den Kfz-Verkehr benannt werden und eigene Verbesserungsideen, vielleicht auch innovative und Verkehrsmittel übergreifende Maßnahmen für das künftige Mobilitätskonzept entwickelt werden.

 

Der BUND-Ortsverband Gundelfingen setzt sich ein:

 

für eine Verbesserung des ÖPNV:

  • befürwortet werden eine Taktverdichtung der Busse, eine bessere Koordinierung von Straßenbahn, Zug und Bus sowie ein Ringbus-System (gegenläufig verkehrende Busse) unter Einbeziehung von Wildtal und Heuweiler

 

für eine Verbesserung des Radverkehrs:

  • gefordert werden Radwege bzw. Trennstreifen an allen breiteren innerörtlichen Straßen
  •  Rad- und Fußverkehr soll grds. getrennt werden.
  • Wo der Platz für einen separaten Radweg fehlt, sollen im Zweifel die Radfahrer ausnahmsweise auf die Fahrbahn zusammen mit den Kraftfahrzeugen verwiesen werden. Fußgängern gebührt grds. Vorrang (s.u.).
  • Ein Radschnellweg (rs6) wird grds. befürwortet. Umstritten bleibt West- oder Ostroute.
  • Die Beseitigung der groben Pflasterung in der Ortsmitte war umstritten.
  • Einig waren sich die Teilnehmer bei der Forderung nach mehr Fahrrad-Abstellplätzen; auch soll Platz für Lastenräder und Fahrradanhänger eingeplant werden.

 

für eine Verbesserung des Fußverkehrs:

  • Weitgehend Einigkeit bestand darin, den Fußgängern mehr eigenen Verkehrsraum für die unterschiedlichen Ansprüche zu geben und damit die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Es soll Spaß machen, zu Fuß durch Gundelfingen zu gehen.
  • In der südlichen Alten Bundesstraße soll die rote Einfärbung und Markierung für Fahrräder beseitigt und alle Radfahrer (ausgenommen Kinder) auf die Fahrbahn verwiesen werden, so wie es derzeit per Schild schon empfohlen wird. Bei den eingefärbten Streifen handelt es sich um keinen regulären, verkehrsgerechten Radstreifen; sie entstammen einem früheren, heute überholten Kompromiss. Die Fußgänger sollen sich uneingeengt und ungefährdet zu bewegen.
  • Es sind genügend Querungsmöglichkeiten für Fußgänger in der Ortsmitte zu schaffen.
  • Die Fußwege in der Ortsmitte sind insgesamt zu schmal, vor allem in den bevorzugt von Fußgängern genutzten Straßenzügen (Kirch-, Bahnhof-, Wildtalstraße).
  • Das Konzept „sichere Schulwege“ muss aktualisiert werden.
  • Für die Entschärfung der gefährliche Ecke am „Rößle“ fehlt noch ein Konzept. Vorwiegend sind es aber unvernünftige Radfahrer, die gefährliche Situationen schaffen.

 

für eine sinnvolle Beschränkung des fließenden und ruhenden Kfz-Verkehrs:

  • oberirdische Parkplätze müssen drastisch reduziert werden: nur noch wenige Parkplätze sollen oberirdisch belassen bleiben (für Behinderte, Bedürftige, Kurzparker…).  TG-Stellplätze sind nach Maßgabe der Gemeinde ausreichend vorhanden. Diese sollten aber wirklich auch genutzt werden.
  • Hierzu müssen oberirdische Stellplätze teurer als TG-Stellplätze sein,
  • Überwachung durch Gemeinde-Vollzugsdienst. Ob das neu anzuschaffende teure Verkehrsleit-system wirksam Abhilfe schaffen wird, bleibt abzuwarten.
  • das Entstehen künftiger Verkehrsströme (Neubaugebiet Nägelesee-Nord, Verdichtung im Zentrum), muss mitbedacht werden.

 

Der BUND hält die erarbeiteten Vorschläge für zukunftsfähig und effektiv und sieht sich in den Zielvorstellungen weitgehend im Konsens mit den Fachleuten und den zuvor befragten Bürgerinnen und Bürgern und wird daher die Gemeinde auf ihrem Weg hin zur Umsetzung des Mobilitätskonzepts tatkräftig unterstützen.

 

Nistkastenreinigung 2022

Meisen und Spinnen

Es war bei unseren diesjährigen Nistkastenreinigungen - besonders Dank unserem Ornithologen Mathias Hollerbach und dem begeisterten kleinen K. - mal wieder spannend und interessant, was wir dieses Jahr so alles in den Nistkästen vorgefunden haben:
Neben den üblichen - mal bebrüteten, mal ungenutzten Meisennestern, fanden wir ein trauriges Nest voller toter Jungvögel und eines, in dem eine Kohlmeise in Legestellung auf ihren acht bereits gelegten Eiern sitzend gestorben ist.
In einem Kasten fanden wir ein perfektes und wunderschönes Wespennest, in zwei weiteren Kot, der wahrscheinlich von Fledermäusen stammt.
Zu K.s größter Freude lebten in den meisten Kästen auch unterschiedliche Spinnen, die er behutsam und fasziniert alle auf die Hand nahm - auch die mitunter riesigen Nosferatuspinnen!
Wir fanden diesmal keine Hinweise auf Belegung durch andere Vögel als Meisen.
Die Nistkastenaktionen sind jedes Jahr wieder aufs Neue eine schöne Gelegenheit für Klein und Groß, den Vorgängen in unserer Natur ein Stückchen näher zu kommen und die Augen für bislang unbekannte Dinge zu öffnen.

Fast alle Kästen sind, wie wir schon länger wissen, mittlerweile marode. Die meisten Kästen haben wir inzwischen zur Restaurierung entfernt. Wir werden einen Teil von ihnen eventuell auch an neuer Stelle wieder aufhängen, da uns manche Bäume, an denen sie bislang hingen, uns weniger sinnvoll erscheinen: Hier bietet der Wald ideale Lebensbedingungen für bestimmte Falter, die von uns ebenso geschützt werden sollten. Nistkästen für insektenfressende Vögel wie Meisen dort aufzuhängen, wäre kontraproduktiv.

Clean-up im Schobbach 2022

drei prall gefüllte Säcke voll Müll und eine gigantische Plastikplane

Geschafft! Zu sechst haben wir dieses Jahr wieder drei rappelvolle Säcke Müll (Plastik aller Arten, Aludosen, Flaschen, Verpackungen,...) aus dem Schobbach im Bereich des Hundesportvereins und der Grünschnittanlage gezogen. Der krönende Abschluss der diesjährigen Aktion war fast ein Kampf mit einem gigantischen Sack aus dicker, zäher Plastikplane voller Sand und Steinen. Nass, dreckig und k.o., aber stolz wie Oskar sind alle jetzt - konnten wir doch verhindern, dass all der Müll und dieser riesige, reißfeste Plastiksack im Laufe der Zeit immer weiter getrieben und auf seinem Weg zum Meer wahrscheinlich zur tödlichen Falle für Wassertiere geworden wäre.

Ob achtlos weggeworfen oder vom Winde verweht: Permanent landet Müll in der Natur, wo er nicht hin gehört und Probleme bereitet. Die Sinnhaftigkeit unserer alljährlichen Sammelaktion wurde mal wieder deutlich sichtbar und motiviert zur Wiederholung im nächsten Jahr.

Das Wetter hat erstaunlich gut gehalten und es hat mal wieder Spaß gemacht. Danke an alle, die mitgewirkt und unser clean-up ermöglicht haben!

Gemeinsam zum Klimastreik

Fahrradkorso zur Demo nach Freiburg

Unter dem Motto #AlleFürsKlima haben wir uns am Freitag, den 24. September, mit einem großen Fahrradkorso am Klimastreik in Freiburg beteiligt. Zwei Tage vor der Bundestagwahl haben wir uns gemeinsam mit vielen anderen hinter Fridays for Future und ihren weltweiten Aktionstag gestellt und sind gegen die Erderhitzung und das Artensterben auf die Straße gegangen. Wir brauchen starke Klimaziele, einen Kohleausstieg bis spätestens 2030 und eine Gesellschaft, die moderner und gerechter ist.

Wir waren nicht allein unterwegs, sondern haben uns mit weiteren klimabewussten Gruppen aus Herbolzheim, Waldkirch, Emmendingen, Denzlingen, Vörstetten und Heuweiler auf dem Sonneplatz in Gundelfingen getroffen. Von dort aus sind wir mit Musik und begleitet von der Polizei - zum Teil auf Fahrrädern :)  - zum Fahnenbergplatz nach Freiburg geradelt. Dort startete um 12:00 Uhr ein eindrucksvoller Demonstrationszug durch die Stadt.

Baumpflanzungen an wertvoller Extensivwiese am Waldfriedhof

Bäume pflanzen ist nicht nur toll.

15 neugepflanzte Ahornbäume

In den zurückliegenden Tagen wurden an die 15 Ahornbäume (Hochstämme) mit einer Endwuchshöhe von ca. 20m entlang der Wiese am Waldfriedhof  als Allee angepflanzt. Das wäre eine schöne Aktion gegen den Klimawandel, ist aber schlecht für die Artenvielfalt!

Jetzt denken sicher einige, der BUND schimpft wenn Bäume gefällt werden und er äußert auch dann Kritik, wenn sie gepflanzt werden. Was ist denn nun richtig?

Viele Insekten- aber auch Vogelarten sind auf extensives Grünland bzw. Offenland angewiesen, welches keine Düngung erfährt.  Hier wächst das Gras langsamer und mehr Blühpflanzen können sich in einer solchen Wiese etablieren. Das ist auch bei dieser Wiese geschehen, seit sie in Absprache mit der Gemeinde, seit gut 5 Jahren nur noch zweimal im Jahr gemäht wird. Diese Fläche wurde auch wie die Vorrangfläche für die Wendeschleife als „Schmetterlingswiese“ ausgewiesen. Die Beschattung durch die großen Bäume wird jedoch in den kommenden Jahren, die Sonneneinstrahlung erheblich reduzieren und damit werden viele Arten wieder abwandern.

Der Grund für die Pflanzung ist wohl die Erweiterung des Friedhofes.  Dieser Grund erscheint uns jedoch unklar, da der Friedhof selber noch genug freie Flächen hat. Außerdem hätte im Dialog mit uns auch ein Konzept erarbeitet werden können, wie Artenschutz und Grabstätten der Zukunft Hand in Hand gehen könnten. Es wäre ja evtl. auch eine schöne Vorstellung in einer Schmetterlingswiese begraben zu sein. Endingen  hat das bereits umgesetzt und hat damit Erfolg. Warum sollte ein Friedhof auch immer nur von Schatten geprägt sein?  Warum nicht Wiesen, Schmetterlinge und Büsche?  Wir würden uns wünschen, dass die Hälfte der Bäume in den Ortskern umziehen könnte, wo sie mehr gebraucht werden um als Schattenspender und Klimaregulatoren fungieren zu können.

Der BUND fordert und wünscht mehr Dialog bei der Umgestaltung der Landschaft mit der Gemeinde, gerade auch in Hinblick auf das Biodiversitätskonzept.

 

 

Plakate gegen Baugebiet Nägelesee-Nord

Termin mit der Badischen Zeitung

Badische Zeitung - Protest auf dem Acker

Viele Themen konnten nur angerissen werden, aber als Anwalt für die Systeme der Erde versteht es sich von selbst, dass der BUND hier klar Position ergreifen muss.

Dabei stoßen wir in sehr sensible Bereiche der Politik vor und wir müssen uns gefallen lassen, dass wir als Verhinderer von Wohnraum stark kritisiert werden.

Doch das Problem des bezahlbaren Wohnraumes reicht tiefer als es einfache Antworten, wie die Ausweisung neuer Baugebiete vermuten lassen.

Wir unterstützen die Bürgerinitiative "Lebenswertes Gundelfingen"

 

 

 

Packen wir's an!

Umweltschutz fängt vor der Haustür an

Das Gießen eines Baumes an der Straße, die naturnahe Gestaltung von Balkonkasten oder Garten - vermeintlich kleine Maßnahmen können eine große Wirkung haben, wenn viele sie gemeinsam angehen.

Auch die Bewahrung der Nacht durch eine intelligente Beleuchtung nach dem Motto "So viel wie nötig und so wenig wie möglich" hilft der Natur und dem Artenschutz genauso wie uns Menschen.

Anregungen, Tipps und Ratschläge gibt es beim BUND hier in Gundelfingen.